Seit Beginn des Schuljahres 2017/18 gibt es in Seelze die Bertolt-Brecht-Schule, die als Integrierte Gesamtschule konzipiert ist. Regina Schlossarek-Aselmeyer, seit 2014 Leiterin der Humboldtschule, hat seither zusätzlich den Schulleiterposten der IGS eingenommen und ist damit Seelzes einzige Schulleiterin in Doppelfunktion.

Wenn Regina Schlossarek-Aselmeyer zum Telefonhörer greift um sich zu melden, dann muss sie lange Luft holen: Humboldtschule und Bertolt-Brecht-Gesamtschule, Aselmeyer, Guten Tag, so lautet die Standardbegrüßung für Anrufer. Seit Beginn des laufenden Schuljahres bekleidet die Pädagogin sowohl den Chefposten der auslaufenden Realschule als auch kommissarisch den der neuen IGS. Seit 2014 ist Schlossarek-Aselmeyer als Schulleiterin in Seelze, zuvor war die 53-jährige stellvertretende Schulleiterin an der Realschule Isernhagen, wo sie die Fächer Kunst und Religion unterrichtet hat. Die Einrichtung der IGS in Seelze hat Schlossarek-Aselmeyer von der ersten Stunde an als Leiterin der Planungsgruppe mit begleitet. Seit dem 1. August ist sie die kommissarische Schulleiterin der IGS, nun hat sie sich auf die Stelle der Schulleitung beworben. „Ich führe quasi ein Doppelleben“, sagt Schlossarek-Aselmeyer. Wie sie das alles schafft? „Das geht nur mit einem guten Team und einer guten Struktur. Ich habe einen sehr guten personellen Rahmen, der mich unterstützt“, erläutert die Pädagogin.

Das Positive suchen

Regina Schlossarek-Aselmeyer ist keine Direktorin, die sich anonym in ihrem Büro abschottet. Im Gegenteil. „Ich suche das Gespräch mit den Schülern“, erzählt sie. „Keine Erziehung ohne Beziehung“, nach diesem Motto übt sie den Lehrerberuf mit Leidenschaft aus. Wichtig ist für sie, Kinder in dem zu stärken, was sie können. Vom Schubladendenken hält sie nichts. „Was nützt es, nur nach den Fehlern zu suchen“, fragt die Mutter von drei Kindern. Jeden Schüler individuell nach seinen Möglichkeiten und seinem Tempo entsprechend zu fördern und zu begleiten, dass ist ihr erklärtes Ziel und gilt auch für die 14 Kinder, die an der Bertolt-Brecht-Schule inklusiv beschult werden.

Oberstufe steht auf der Wunschliste ganz oben

Daran, dass die neue IGS in Seelze künftig auch eine Oberstufe bekommen soll, hegt Regina Schlossarek-Aselmeyer keinen Zweifel. „Wir brauchen die Oberstufe ganz dringend. Das ist auch ein deutliches Zeichen an die Eltern, dass die Schule nicht mit Klasse zehn endet“, ist die Schulleiterin überzeugt. Außerdem wünscht sie sich eine Neugestaltung der Fachräume und dass auch der neue fünfte Jahrgang mit  finanziell geförderten iPads arbeiten kann. „Und der Schulhof müsste neu gestaltet werden, wir bräuchten ein Klettergerüst. Außerdem müsste das Schulgelände komplett eingezäunt werden, damit der Vandalismus endlich aufhört“, zählt die Schulleiterin auf. Für den neuen fünften Jahrgang, der nach den Sommerferien eingeschult wird, stehen die Vorbereitungen schon in den Startlöchern. Bereits in den Osterferien soll mit der Erweiterung und dem Ausbau des zweiten Obergeschosses begonnen werden.