Bundesfreiwilligendienst / Freiwilliges Soziales Jahr an der Bertolt-Brecht-Gesamtschule

Der Bundesfreiwilligendienst wurde von der Bundesregierung als Nachfolger für den Zivildienst eingeführt. Dieser besondere Dienst ist ein Angebot an junge Frauen und Männer, die sich engagieren und etwas bewegen wollen. Den jungen Menschen, die überlegen, eine pädagogische Ausbildung zu machen, wird auf diese Weise die Möglichkeit geboten, wichtige Erfahrungen für ihren späteren beruflichen Werdegang zu sammeln. Sie erhalten während ihres Dienstes einen Einblick in den Schulalltag, verstärken und unterstützen das Lehrer-Team und erleichtern den Unterrichtsalltag.

Im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres Sport unterstützen die Bundesfreiwilligendienstleistenden („Bufdis“) auch das Lehrer-Team an der Bertolt-Brecht-Gesamtschule. 

Aufgabenbereiche

  • Zum Einsatz von pädagogischen Helfern im Unterricht

An unserer Schule werden Schüler unterschiedlicher sozialer Herkunft und verschiedener Leistungsniveaus gemeinsam unterrichtet. Im Rahmen der Inklusion werden, neben den diesen „Regelschülern“, auch Kinder und Jugendliche unterrichtet, die einem der drei verschiedenen sonderpädagogischen Förderschwerpunkte zugeordnet sind: Geistige Entwicklung, Lernen, Emotionale und soziale Entwicklung. 

Unser Konzept fußt auf dem Modell der heterogenen Klassen, in denen Kinder und Jugendliche miteinander und aneinander lernen. Der Bedarf nach „den Unterricht unterstützendem und ergänzendem“ Personal entsteht in diesen heterogenen Klassen besonders durch die Notwendigkeit der Differenzierung bzw. differenzierten Umsetzung des Lernstoffs, wenn die maximale Klassengröße erreicht ist. 

Das Ziel ist nicht die Hinzuziehung einer zweiten Lehrkraft, die nun für eine zweite Gruppe ein zweites Lernangebot machen würde. Vielmehr möchten wir für die differenzierte, aber gemeinsame Umsetzung des Lernstoffes die „Bufdis“ einsetzten. Sie sind quasi der „verlängerte Arm“ der Lehrkraft. 

Konkrete Beispiele für ihre Tätigkeiten:

  • In erster Linie sollen die Bundesfreiwilligen im Sport- und Schwimmunterricht unterstützen:
  • Im Sportunterricht können sie nach Absprache mit den Sportlehrern kleine Sequenzen (Aufwärmen, Anleitung von Spielen, Reflexionsphasen etc.) übernehmen und auch Schiedsrichtertätigkeiten ausführen. 
  • Im Schwimmunterricht unterstützen sie die Lehrkräfte und betreuen u.a. besonders die Nichtschwimmer.
  • Außerdem helfen sie beim Auf- und Abbau der Geräte. In der Turnhalle, der Tribüne und dem Geräteraum (einschließlich Ballschränke) achten sie auf Ordnung und Sauberkeit. Zudem vergewissern sie sich, dass alle Materialien für den Sportunterricht (Schläger, Bälle, Netze, etc.) einsatzbereit sind und an ihrem vorgesehenen Platz liegen; dazu gehören auch Kühlpacks im Kühlschrank der zweiten Lehrerumkleidekabine. In Absprache mit der Fachleitung und dem Verantwortlichen für die „Bufdis“ können auch Neubestellungen gemacht werden.
  • Bei besonderen Vorkenntnissen können Bewegungen und Übungen vorgemacht werden. Auch in Spielphasen können sie aktiv mitmachen und ggf. Teams anleiten.
  • In den ersten beiden großen Pausen sind die „Bufdis“ für die Bewegte Pause in der Turnhalle zuständig. Sie stellen verschiedene Bälle, Jumpsticks, Springseile und anderen Spielgeräte bereit – außerdem sorgen sie während der Pause für ein friedliches Miteinander der sich in der Halle bewegenden Schüler und holen bei Bedarf die dort Aufsicht führende Lehrkraft dazu. Die „Bufdis“ können während der Pause Musik spielen, achten aber auf angemessene Songs, die keine anstößigen Texte beinhalten und nicht zu laut gespielt werden.
  • Im Regelunterricht geht es um eine Betreuung von lernschwachen, unkonzentrierten Schülern oder Schülern mit Förderbedarf (gerade in Unterrichtsstunden, in denen kein Förderschullehrer anwesend ist). 
  • Dazu kann sich der „Bufdi“ zum Beispiel an die Seite des Schülers setzen und mithelfen, dass Unterrichtsmaterial hervorgeholt, mit der Aufgabe zügig begonnen wird und der Schüler sich nicht ablenken lässt. 
  • Außerdem können die „Bufdis“ vereinfachende Erklärungen von Aufgabenstellungen und Unterstützung beim Finden eines Lösungsweges geben.
  • Sie können in Phasen der Gruppen- und Einzelarbeit unterstützen, indem sie von Tisch zu Tisch gehen, auf eine korrekte Durchführung der Aufgaben achten und den Schülern ggf. Hilfen/Tipps geben.
  • Im Nachmittagsbereich 
  • In Zusammenarbeit mit anderen Lehrkräften bieten die „Bufdis“ verschiedene AGs im offenen Ganztag an. 
  • Außerdem können sie als zusätzliche Aufsichtsperson an Ausflügen und Klassenfahrten teilnehmen und auch an Wandertagen Klassen begleiten.
  • Im Bereich der Organisation
    • Bei administrativen und organisatorischen Tätigkeiten (zum Beispiel: Auszählung von AG-Zetteln, Organisation eines Sport-Turniers, Hilfe bei Sportevents (Sponsorenlauf), etc.) helfen sie mit.

Insgesamt wird von den Berufsfreiwilligendienstleitenden erwartet, dass sie bewusst einen Fokus auf ihre Vorbildfunktion legen (auch sprachlich) und eine entsprechende Distanz zwischen sich und den Schülern pflegen. Sie sollten außerdem motivational die Unterrichtsintentionen des Lehrers mit vollziehen und für die Schüler repräsentieren. 

Einsatzzeiten

Die „Bufdis“ arbeiten 39 Stunden die Woche. Sie lernen den Berufsalltag eines Lehrers kennen und verlassen die Schülerseite. 

Seminare

Der Trägerverein, über den die „Bufdis“ eingestellt sind, ist der ASC Göttingen. Dieser führt mit ihnen Seminare durch, zahlt ein monatliches Taschengeld und gibt Unterricht zum Thema Recht. Außerdem besteht die Chance während des Freiwilligendienstes den Fachübungsleiterschein C zu erwerben.

Voraussetzungen und Bewerbungsverfahren

Interessierte sollten nach Möglichkeit ihre Hochschulreife oder Fachhochschulreife haben. Sie sollten unbedingt älter als 18 Jahre sein. 

Die Bewerber sollten sportlich sein und Freude am Umgang mit jungen Menschen haben.

Wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich sind Erfahrungen im Bereich Sport/Training, Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen und auch ein Rettungsschwimmschein ist von Vorteil.

Bewerbungen gehen direkt an die Schule oder an den ASC. 

Weitere Informationen über die Arbeit als Bufdi im Sport findet man unter www.fwd-sport.de

Daten & Fakten

  • 300 Euro Taschengeld
  • 25 Seminartage & 26 Urlaubstage
  • Bewerbungsbogen unter www.fwd-sport.de

Warum FSJ/BfD  – Freiwilliges Soziales Jahr im Sport in Niedersachsen?

  • Erfahrungen im sozialen Berufsfeld sammeln
  • die Zeit bis zum Studium/ zur Ausbildung sinnvoll überbrücken
  • sich einen Zugang zu bestimmten Studiengängen und Ausbildungen erwerben
  • Impulse für die persönliche Weiterentwicklung erhalten

Deine Chancen im FSJ

  • Spannungen & Kreativität in der Kinder- & Jugendarbeit im Sport
  • Bildungs- & Orientierungsjahr für junge Menschen von 16 bis 27 Jahren
  • Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit
  • Verbesserung der eigenen Kompetenzen z.B. in der Verantwortungsbereitschaft
  • Übungsleiter-,Vereinsmanager-, Jugendleiterausbildung
  • Organisation von Projekten, Freizeiten, Wettkämpfen oder Sportangeboten
  • Einsatz in Sportvereinen, Sportverbänden & -bünden, Schulen, Kindergärten …